6 Tipps, wie Du Zweifel aus dem Weg räumst

06 Mai 2022 | Mindful at Work | 0 Kommentare

Zweifel und Sorgengedanken.

Sie können Dir die Energie rauben und Dich richtig ausbremsen.

„Ich habe manchmal noch Zweifel, ob ich für meine Klient:innen 100% Ergebnis bewirke.“ sagte neulich eine Klientin nach einigem Zögern im Coachinggespräch zu mir.

Könnte dieser Satz auch von Dir stammen?

Zweifel sind ganz normal. Egal, ob Du gerade erst gegründet hast oder schon länger am Markt bist.

Wir haben die Tendenz, unsere Kompetenz vor allem dann anzuzweifeln, wenn wir gerade dabei sind, einen großen Wachstumssprung vorwärts zu machen.

Deshalb wirst Du vermutlich immer mal wieder Phasen der Verunsicherung erleben, auch wenn Du bereits seit vielen Jahren selbstständig bist. Zweifel und Unsicherheit gehören einfach dazu.

Als Unternehmer:innen müssen wir die Unsicherheit aushalten lernen. Und mit auftauchenden Selbstzweifeln bewusst umgehen lernen.

Wenn die Stimme des Zweifels sich mal wieder in Deinem Kopf meldet, lohnt es sich, diese bewusst wahrzunehmen und genauer hinzuschauen.

 

1. Die Zweifel hinterfragen

Der Schlüssel zu einem bewussten Umgang mit den Zweifeln ist Achtsamkeit.

Achtsam zu sein bedeutet, dass Du zunächst mal bewusst wahrnimmst, was für Gedanken gerade da sind. Und auch, welche Emotionen sie auslösen.

Aufmerksam kannst Du dann das, was die Stimme in Dir sagt, hinterfragen: Ist das wirklich wahr?

Und was heißt „100% Ergebnis bewirken“? Ist Dein Anspruch an Dich selbst und an Deine Leistung realistisch? Was ist Dein Beitrag zum Ergebnis und was ist der Beitrag Deiner Klient:innen?

Mach Dir bewusst:

Du bist nicht allein für die Ergebnisse verantwortlich, die Deine Klienten erzielen.

Deine Klient:innen haben eine Mitverantwortung.

Im Coaching beispielsweise oder in der Beratung, auch im Training ist offensichtlich, dass die Coachees und Teilnehmer:innen ihren Teil zum Ergebnis beizutragen haben.

Du kannst ihnen Wissen, Ideen, Methoden und Tools an die Hand geben und Lösungen mit ihnen erarbeiten. Für die Umsetzung der Lösungen sind jedoch Deine Klient:innen verantwortlich.

Du kannst sie bei der Umsetzung begleiten, sie jedoch nicht zum Ergebnis „hintragen“.

Sie müssen aktiv mitarbeiten und das, was Ihr gemeinsam erarbeitet habt, auch umsetzen. Nur dann sehen sie die gewünschten Ergebnisse.

 

2. Darauf vertrauen, dass das Richtige geschieht

Ob im beratenden oder therapeutischen Kontext, Du kannst darauf vertrauen, dass das Richtige geschieht.

Vertrau darauf, dass Euer Gespräch, die Impulse, die Du vermittelst, die Fragen, die Du stellst, die „innere Landkarte“, die Ihr gemeinsam erkundet, und anderes Deinen Klient:innen ermöglichen, in ihrem Tempo einen Lern-, Erkenntnis- und Entwicklungsprozess zu durchlaufen, der Transformation bewirkt.

Ganz wesentlich ist dabei Deine „Hingabe“: Wenn Du in der Arbeit mit Klient:innen wirklich präsent bist, mit voller Aufmerksamkeit für ihr Anliegen und die Lösungsfindung zur Verfügung stehst, hast Du bereits einen großen Teil zum Prozess beigetragen.

Denn wenn Du das, was Du tust, mit Liebe tust und Deinen Klient:innen mit der richtigen Haltung begegnest – wertschätzend, wach und empathisch, kann nichts schiefgehen. All Dein Wissen, Können, Deine Erfahrung, Deine Tools und Methodik hast Du sowieso mit dabei.

Vergiss nicht: Deine Klientin hat sich für die Zusammenarbeit mit Dir entschieden, weil sie überzeugt ist, dass Du die richtige Beraterperson für sie und ihr Anliegen bist.

Vertraue in den Prozess.

 

3. Du musst Deine Gedanken nicht glauben

Wenn Du in einen emotional schwierigen Zustand gerätst, hilft es meist, Dir die richtige Frage zu stellen.

Bloß weil ein Gedanke in Deinem Kopf auftaucht, bedeutet das nicht, dass dieser Gedanke wahr sein muss. Du musst diesen Gedanken nicht glauben.

Gib auch die Vorstellung auf, die Stimme in Deinem Kopf zu sein.

Die inneren Stimmen, die Du hörst, sind in der Regel antrainiert. Meist sind sie von Eltern, Lehrern, Verwandten und anderen übernommen.

Hinter solchen Zweifeln wie von meiner Klientin formuliert steckt häufig die Frage: Bin ich gut genug?

Die Wurzeln dieses Zweifels reichen meist weit zurück und haben nichts mit der heutigen aktuellen Realität zu tun. Vielleicht hat die Zweiflerin als Kind erlebt, dass „gut“ nicht gut genug war. Oder sie hat nur wenig Anerkennung bekommen.

Wenn solche Haltungen des Umfeldes verinnerlicht wurden, kann ein hoher eigener Perfektionsanspruch die Folge sein. Der Glaube, alles perfekt machen zu müssen.

 

4. Beobachte, aber steig nicht ein

Der Verstand kann ein wunderbares Instrument sein, wenn es darum geht, praktische Aufgaben zu lösen, Deinen Tag zu strukturieren oder konkrete Strategien zu entwickeln.

Doch wenn Du keinen Abstand zu Deinem Verstand herstellen kannst in Momenten, in denen er keine hilfreichen oder unterstützenden Gedanken produziert, bremst Du Dich selbst aus und erlebst vielleicht sogar emotionalen Leidensdruck.

Eine Möglichkeit, Abstand herzustellen ist, aufkommende Gedanken einfach nur zu beobachten, wie Autos, die vorbeifahren. Du musst nicht einsteigen.

Du entscheidest, welchen Gedanken Du Aufmerksamkeit schenken und welche Du eher ignorieren willst. Da, wo Deine Aufmerksamkeit ist, fließt Deine Energie hin. Dort entsteht Deine Realität.

 

5. Einfach nur wahrnehmen

Du kannst krisenhafte Gedanken, Ängste, Sorgen oder Zweifel zunächst mal einfach nur wahrnehmen. Was wollen sie Dir sagen? Wollen sie Dich vor einer ernsthaften Gefahr warnen? Oder gibt es keinen realen Grund für ihr Auftauchen?

Achtsam kannst Du dann Fragen stellen:
Ist das wahr? Wer spricht da gerade? Woher kenne ich das?

Wenn Du genau hinschaust, wirst Du vermutlich zu dem Schluss kommen, dass die allermeisten krisenhaften Gedanken, die Dir durch den Kopf gehen, nicht wahr sind, und dass hier und jetzt, in diesem Moment, alles in Ordnung ist.

Wenn Dich Zweifel darauf aufmerksam machen wollen, dass etwas nicht stimmt, kannst Du herausfinden, was nicht stimmt, und hier und jetzt nachjustieren.

Es gibt eine Instanz in Dir, die ganz genau weiß, was gut und richtig für Dich ist. Verbinde Dich mit ihr.

 

6. Erlaube Dir Deinen Weg

Die Stille und nicht das „Kopfkino“ ist unser natürlicher Zustand. Folge Deinem Herzen in jedem Moment, statt Dich in Zweifeln oder Sorgengedanken zu verlieren.

Erlaube Dir Deinen Weg. Setz Dich nicht unter Druck, alles sofort perfekt entwickelt haben zu müssen, wenn Du gerade mit etwas Neuem startest. Es reicht, wenn Du Deinen Klient:innen immer ein paar Schritte voraus bist.

Bleib in der Energie der Freude. Nimm den Druck raus. Dankbarkeit und Optimismus sind Emotionen, die Dich beflügeln.

Tu das, was Du tun willst, trotz auftauchender Zweifel. Tu es in jedem Fall, wenn es sich gut anfühlt und Du es aus Freiheit heraus tust.

  • Was tust Du, wenn Dich Selbstzweifel überkommen?
  • Wie oft gelingt es Dir, einfach nur beobachtend präsent zu sein?
  • Bemerkst Du es, wenn Du Dich mit Zweifeln oder der zweifelnden Stimme identifizierst?

 

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